Bücher

Jean Rhys- Guten Morgen, Mitternacht...
Sandor Marai- Die Glut...
Erich Fromm- Die Kunst des Liebens...
John Irving- Gottes Werk und Teufels Beitrag...
Aldous Huxley- Schöne neue Welt...
Andrea de Carlo- Techniken der Verführung...
Michael Ende- Momo...
Saint Exepury- Der kleine Prinz...
Hans Fallada- Kleiner Mann was nun?...
Mario Benedetti- Die Gnadenfrist...
Stefan Zweig- Undgeduld des Herzens...
Zenta Maurina- Mosaik des Herzens...
Max Frisch- Mein Name sei Gantenbein...
Arthur Schopenhauer- Aphorismen zur Lebensweisheit...
Heinrich Böll- Ansichten eines Clowns...
Jerome D. Sallinger- Der Fänger im Roggen...
Jerome K. Jerome- Drei Männer im Boot (hypochonderbibel)... Carson McCullers- Das Herz ist ein einsamer Jäger...
Graham Greene- Der stille Amerikaner
Ernest Hemingway- Wem die Stunde schlägt...
Lion Feuchtwanger- Die Jüdin von Toledo...
Ragnar Hovland- Über den Wassern schweben...
Robert Gernhardt- Ich Ich Ich...
Hoimar von Ditfurth- Innenansichten eines Artgenossen...
Thomy Bayer- Das Herz ist eine miese Gegend...
Hermann Hesse- Der Steppenwolf...
Michel houellebecq- Plattform
Joseph Roth- Radetzkymarsch...
Milan Kundera- Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins...
Neil Jordan- Nocturno...
John Updike- Ehepaare...
T.C. Boyle- Der Samurai von Savanah...
Javier Marias- Mein Herz so weiß...
Lyrik- Hesse, Tucholsky, Rilke, Brecht, Neruda, Gernhardt, Fried, Bachmann...
Stefan Zweig- Phantastische Nacht...
Dona Tartt- Die geheime Geschichte...

18.11.06 01:19, kommentieren

Poema

Bleib nicht reglos am Wegrand stehen
gefrier deine Freude nicht ein
liebe nicht lustlos
Rette dich nicht

Nicht jetzt und nie
Rette dich nicht
beruhige dich nicht

Behalt von der Welt
nicht nur einen stillen Winkel

Senk nicht die Lieder
schwer wie Urteilssprüche

Bleib nicht lippenlos
Schlaf nicht traumlos

Glaub dich nicht blutlos
Wähn dich nicht zeitlos

Aber wenn es trotzdem sein muß

Und du deine Freude einfrierst
und lustlos liebst
dich rettest und beruhigst
und von der Welt
nur einen stillen Winkel behältst

Und die Lider senkst
schwer wie Urteilssprüche
und lippenlos verdorrst
und traumlos schläfst
und dich blutlos glaubst
und dich zeitlos wähnst

und reglos am Wegrand
stehen bleibst
und dich rettest
dann
Bleib nicht bei mir.

18.11.06 01:18, kommentieren

Ungeschminkt

Heute fuhr ich mit der U-Bahn. Ich stand und sah auf zwei Menschen hinab die vor mir saßen. Eine junge Frau, dunkelhaarig, gepflegt und ein dicklicher Mann mittleren Alters mit Brille. Sie hob einen Taschenspiegel vor ihr Gesicht und zog sich konzentriert den Lidschatten nach, er studierte die Todesanzeigen in der Tageszeitung.
In solchen Momenten möchte man lachen und weinen.

11.10.06 19:50, kommentieren

Auszug aus einem "Dialog"


"Ja ich glaube das ist  absolut die Regel.  Egozentrik ist aber sehr vielschichtig. Im Grunde sind ja die meisten Leute unter 30 egozentrisch. Die Frage ist nur wie es wirkt. Manchen vergibt man Egozentrik, anderen nicht, dann gibt es welche, da erwarten es die Menschen dass er es ist.

Die Schönen sind ja auf ihre narzistische Weise auch egozentrisch, wobei diese Egozentrik  hohler ist als die der Persönlichkeiten, der markanten Menschen die keine Kleidung oder anderes brauchen um aufzufallen. Aber das ist ein sehr eitles Terrain!Die Schönen! Man vergibt ihnen ihre Egozentrik nicht, das war falsch ausgedrückt. Man versucht sich mit ihr abzufinden.

Das wissen die Schönen natürlich und nutzen es aus. Sie haben etwas was die anderen kosten wollen und das nutzen sie gewinnbringend. Deswegen sind schöne Menschen ja oft etwas ganz schreckliches und langweiliges"

1.10.06 17:47, kommentieren

Depp on the phone

Grade hat mich so ein Volldepp angerufen. Sagte er wäre von einer Lotto Firma und meinte ich hätte vor Monaten an einem Gewinnspiel teilgenommen das aber total scheiße wäre weil ich den Gewinn mit 100 Leuten teilen müsste und das nur 20 cent wären und seine Firma hätte ein viel besseres Angebot. Ich hab ihn dann gefragt woher er weiß dass ich bei dem einen Gewinnspiel mitgemacht habe und er druckste rum. Dann hab ich gesagt dass er es doch nur dadurch wissen kann, dass seine Firma mit der anderen Firma zusammenarbeitet und die Leute übelst bescheißt. Dann wurde der pampig und konnte nich verstehen dass ich gelacht hab bei so einer dreisten Sache. Ich meine..der ruft an und sagt: Firma A hat sie beschissen aber meine Firma B ist besser.

 

Aber dass man merkt dass seine Firma B und die Firma A unter einer Decke stecken darauf kommen die Deppen nicht. Am Ende hab ich gesagt ich sei vom LKA Bayern und er soll sich warm anziehen und er hat schnell aufgelegt.

 

Schnell aufgelegt! Was soll das eigentlich bedeuten. Ob er jetzt schnell oder langsam auflegt, ich kriege doch so oder so nur mit dass er auflegt. Es macht Klick und die Verbindung ist weg. Er kann seinen Finger in Zeitlupe auf den Abbruchknopf (Abbruchnkopf?) hinbewegen und langsam drücken oder er kann  blitzschnell den Finger auf den Abbruchknopf (Abbruchknopf!) schießen lassen. So oder so höre ich nur das Klick des Auflegens. Hätte er allerdings ein altes Telefon mit Kabel  bei dem man ganz altmodisch auflegt könnte er mich übel hinters Licht führen. Er kann den Hörer ganz langsam in Richtung Telefongabel sinken lassen und dabei seinen Kopf synchron mit dem Hörer bewegen und normal weiter sprechen. Ich würde dann denken er redet normal weiter und ahne nichts Schlimmes und plötzlich macht es Klick! Er kann aber auch den Hörer schnell von seinem Kopf nehmen und dabei scheinbar ganz gewöhnlich weiterreden, was ich nicht weiß: Er redet um so lauter je weiter der Hörer vom Kopf weg ist. Durch die Zunahme der Entfernung und die Zunahme der Lautstärke bleibt aber akustisch scheinbar alles beim Alten und ich bin wieder der Angeschmierte. Teuflisch könnte er auch den Hörer langsam vom Kopf oder Ohr oder Mund etc nehmen und immer lauter werden und lauter und lauter und ohne dass ich es weiß fällt die Hand ganz sacht und ohne Eile mit dem Hörer auf die Gabel. Gut dass es kaum mehr Telefone mit Kabel gibt, die Möglichkeiten des Betrugs waren einfach zu vielfältig.

 

1 Kommentar 26.9.06 20:29, kommentieren

Günther Grass

Zu Anfang stand ich der Sache mit seiner, ja sehr kurzen, SS vergangenheit neutral gegenüber. Zum einen war ich nie ein großer Bewunderer von Grass zum anderen finde ich eine Jugendsünde in einem System wie dem hitlerschen verzeihlich. Dann erinnerte mich aber an den personifizierten moralischen Zeigefinger Grass der Kohl kritisierte weil dieser mit Ronald Reagan einen Soldatenfriedhof besuchte auf dem auch SS Angehörige begraben waren.

Es gehört eine Portion Dreistigkeit dazu sich in so einer Frage als moralische Instanz aufzuführen und gleichzeitig zu wissen dass man selbst ein Angehöriger der Waffen-SS war. Es ist schon mehr als Dreistigkeit, es ist ärmlich und es spielt auch Schamlosigkeit mit hinein.

Zudem kann ich mir vorstellen wie die Hohepriester der Moral reagiert hätten wenn Martin Walser sich so offenbart hätte.  Der Mann wäre gesellschaftlich tot gewesen. Bei Grass ist es dann verzeihlich, schließlich stand er immer, auch vor 1945, auf der richtigen Seite, bei der, mehr oder weniger  eingebildeten, Elite.

1 Kommentar 24.8.06 14:09, kommentieren

Ausblick

1 Kommentar 18.8.06 06:26, kommentieren